ANREISE Wed 26 Jul
ABREISE Thu 27 Jul

Ein Stadtrundgang für eilige Gäste (I) – Die Altstadt

Vielleicht geht es Ihnen wie einigen unserer Gäste: Sie sind für einen Geschäftstermin, eine Konferenz, oder nur auf der Durchreise in der Stadt, und haben ein paar Stunden, um sich die Stadt anzuschauen, aber leider auch nicht mehr. An dieser Stelle wollen wir Ihnen ein paar Ideen geben, wie Sie München „auf eigene Faust“ entdecken können, sehen Sie „Minga“ ganz individuell an Ihre (zeitlichen) Bedürfnisse angepasst, ganz ohne an die zeitlichen Vorgaben einer geführten Stadterkundung gebunden zu sein. Wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind, und die eine oder andere Stelle dann bei Ihrem nächsten Besuch länger erkunden möchten, empfehlen wir Ihnen einen längeren Aufenthalt in unserem Boutiquehotel Splendid-Dollmann im Lehel.

Heute geht es in die Altstadt – das historische München

Start: Frauenkirche

Ende: Residenz

Dauer: ca. 1 1/2 Stunden

 

München’s Geschichte umspannt mehrere Jahrhunderte, die das Stadtbild nachhaltig geprägt haben, und auch die beständige Ausdehnung Münchens macht unsere Stadt zu eine der architektonisch interessantesten Städte Europas. Wie bei vielen deutschen Städten haben die Zerstörungen des zweiten Weltkriegs das historisch-gewachsene, einheitliche Stadtbild verändert, die bayerische Landeshauptstadt hat jedoch versucht, ihre Überreste und Traditionen soweit es geht zu erhalten und zu respektieren.

Nehmen Sie die S- oder U-Bahn bis zum Bahnhof Marienplatz, westlich davon startet Ihr Rundgang durch das historische München mit:

  1. Frauenkirche

Der „Dom zu unser Lieben Frau“ ist seit 1821 die Kathedralkirche des Erzbischofs von München und Freising. Gemeinhin kurz „Frauenkirche“ genannt ist sie schnell zum Wahrzeichen der Stadt geworden. 1468 begann der zwanzigjährige Bau dieses Domes, der eine ältere Kirche an gleicher Stelle ersetzte. Am 14. April 1494 wurde der Bau geweiht. Ein kurzer Besuch lohnt, alles weitere findet sich hier: http://www.muenchner-dom.de/die-kathedrale/geschichte/baugeschichte/

Laufen Sie südöstlich vom hinteren Ende der Kirche zurück zum berühmten Marktplatz München’s, dessen Wurzeln ebenso bis in’s Mittelalter zurückreichen:

  1. Marienplatz

In der Mitte des Platzes befindet sich die goldene Statue der Jungfrau Maria, die Mariensäule. An der nördlichen Seite des Platzes befindet sich das neogotische Neue Rathaus, gebaut zwischen 1867 und 1909, dessen üppige Fassade zum Betrachten und Entdecken einlädt, und ein Symbol der Macht des aufstrebenden Bürgertums war. (https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Rathaus_(M%C3%BCnchen)) Der 85 meter hohe Rathausturm wird vom Münchner Kindl gekrönt. Jeweils um 11 Uhr und um 12 Uhr (zwischen März und Oktober auch um 17 Uhr) verzaubert Sie das Münchner Glockenspiel mit seinen 43 Glocken. Am östlichen Rand des Platzes findet sich das Alte Rathaus, das 1470 in seiner jetzigen Form gebaut wurde, nachdem ein Feuer das ursprüngliche Rathaus zerstört hatte.

Laufen Sie südlich entlang des Rindermarktes um zur

  1. Peterskirche

zu gelangen. Auf den Überresten einer romanischen dreischiffigen Pfeilerbasilika erhebt sich die Pfarrkirche St. Peter, deren Turm bei uns nur „Alter Peter“ heißt, auf dem Petersbergl. Es ist die älteste Pfarrkirche Münchens, sie wird bereits um 1226 urkundlich erwähnt. Die üppige Spätbarocke Ausgestaltung ist einen Besuch wert, genauso wie die Aussichtsplatform, die bei gutem Wetter (insbesondere Fön!) eine Blick von bis zu 100 km in die Ferne erlaubt. Auch wenn Sie sich mitten in der Stadt befinden, sind die Ausläufer der Voralpen zum Greifen nah!

Ungewöhnlich sind die acht Ziffernblätter an der Kirche. Karl Valentin beantwortete die Frage, warum dieses so sei, mit: „Ja mei, damit acht Leute gleichzeitig auf die Uhr schauen können.“

Laufen Sie auf der Rückseite des Alten Peter den Berg hinunter, um zum „Magen München’s“ zu gelangen:

  1. Viktualienmarkt

Der über zwei Hekta große Platz, benannt nach lat. „victus – Lebensmittel“ ist ein ständiger Lebensmittelmarkt, dessen üppigen Auslagen zum Verweilen, Probieren und Erkunden einlädt.

Am nördlichen Ende des Platzes, wo sich die Straßen Rosen Tal und Im Tal treffen, erheben sich die barocken Mauern der

  1. Heilig-Geist-Kirche

Herzog Ludwig gründete hier – vermutlich um 1208 – ein Spital, zu dem eine der ältesten, erhaltenen Münchner Kirchen gehört. Der große Stadtbrand von 1327 vernichtete Spital und Katharienenkapelle, so daß ein gotischer Bau entstand.

Überqueren Sie die Straße Im Tal, und laufen Sie entlang der Maderbraustraße, bis sie zur Orlandostr. wird. Hier findet sich der Eingang zu einem Münchner Wahrzeichen, das auf keinem Selfie fehlen darf, das

  1. Hofbräuhaus

Hierzu muß vermutlich nicht viel gesagt werden, nur so viel: „in München steht aein Hofbräuhaus…“

Laufen Sie jetzt in nordwestlicher Richtung die Pfisterstraße entlang, links befinden sich die Gemäuer einer weiteren Sehenswürdigkeit:

  1. Alter Hof

Der Alte Hof ist die ehemalige Residenz der Herzöge von Oberbayern, später der bayerischen Herzöge insgesamt, und ein Machtzentrum des Hauses Wittelsbach, das später durch eine noch imposantere Residenz abgelöst wurde. Verschiedene Finanzbehörden erhielten hier Einzug, bis das Areal im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, und in den 50ern wiederaufgebaut wurde.

Auf der nördlichen Seite der Pfisterstraße findet sich:

  1. Alte Münze (Münzhof)

Für Herzog Albrecht V 1567 als Marstall- und Kunstkammergebäude fertiggestelltes Areal, beherbergte einst das erste Museum nördlich der Alpen: Die herzögliche Kunst- und Wunderkammer. Ab 1809 (-1986) diente das Gebäude der zunächst noch königlichen und später lediglich Bayerischen Münze. Seither befindet sich hier der Sitz des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.

Laufen Sie die Pfisterstraße weiter entlang, bis sie zum Hofgarben wird. Laufen Sie eine Querstraße weiter westlich, um rechts (nördlich) in die Residenzstraße einzubiegen. Kurz hinter der Hauptpost gelangen Sie auf den

  1. Max-Joseph-Platz

Gedacht als Fluchtpunkt für die prachtvolle Maximilianstraße, wurde dieser Platz zu Ehren des ersten bayerischen Königs im 19. Jahrhundert angelegt. Hier findet sich eines der herausragendesten Münchner Museen:

  1. Residenz

Dieses Münchner Stadtschloß wurde Sitz bayerischen Herzöge, Kurfürsten, und später, Könige. Das zehn Höfe umfassende Gebäude ist heute das größte Innenstadschloß Deutschlands. Der weitläufige Palast entstand in verschiedenen Bauphasen zwischen 1500 und 1808, wie wenn sich Siedlungsspuren an dieser Stelle bis zur Bronzezeit nachweisen lassen. Hier findet sich neben dem Herkulessaal, und dem reich verzierten Rokoko Cuvilliés Theater (1753), auch üppig ausgestattete Apartments, die wichtigen Persönlichkeiten wie Königin Elisabeth II. oder Charles de Gaulle als Übernachtungsstätte dienten.

Hier endet unser einstündiger Stadtrundgang, den wir demnächst um eine weitere Stunde erweitern, für den nicht ganz so eiligen Gast….!

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